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Berichte und Stimmen zu Students on the Rocks 2015

Anfang Juli fand wieder das etwas andere Karriere-Event in den österreichischen Alpen statt: Über 100 engagierte Studenten und Unternehmensvertreter von Bayer, Deloitte, Continental und der Deutschen Telekom verbrachten viel Zeit miteinander, machten sich zusammen auf zu spannenden Bergabenteuern und fanden im Schatten des Hohen Ifen viele Möglichkeiten, sich über die verschiedensten Themen zu unterhalten.

Telekom bei Students on the Rocks

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Wir haben drei Teilnehmer mit ganz unterschiedlichen Hintergründen zu Ihren Erlebnissen und Eindrücken befragt – Hier findet Ihr ein kurzes Interview mit Maya, Werkstudentin bei Continental; ein Erfahrungsbericht von Enactus Mannheim, die das Event zum Teambuilding und zur Vorbereitung auf den World Cup in Johannisburg nutzten; sowie eine Einschätzung von Sascha, seines Zeichens Doktorand und auf Einladung von Bayer mit von der Partie.

Interview mit Maya – Stipendiat von Continental

Studentin mit Continental T-Shirt

SoS Events:
Du wurdest von Continental zum Event Students on the Rocks eingeladen. Wie hast Du Dich für die Einladung „qualifiziert“ und wie lief das Kennenlernen mit den anderen Stipendiaten ab?

Maya:

Im Frühling dieses Jahres hat Continental ein Praktikantenevent veranstaltet. Ich habe mich durch die Teilnahme an der Aktivität „Bewerbungsgespräche“ für die Einladung qualifiziert, da ich unter die Top 10 aller Teilnehmer gekommen bin. Die anderen Stipendiaten habe ich erst auf dem Weg zum Event und auf der Veranstaltung selbst persönlich kennengelernt.

SoS Events:
Wie fandest Du das Kleinwalsertal als Location und das Konzept des Karriere-Events mit den gemeinsamen Aktivitäten? Siehst Du hierin Vor- und auch Nachteile?
Maya:

Ich fand es war ein super Standort für das Karriere-Event mit der wunderschönen Natur, die mehrere Möglichkeiten für verschiedene Team Aktivitäten bietet. Beim Konzept, Karrierethemen und gemeinsame Aktivitäten beim Sport und in der Natur zu verknüpfen, sehe ich keine Nachteile, aber ganz viele Vorteile. Es bietet zum Beispiel eine gute Möglichkeit, um Kontakte zu knüpfen; gute Gelegenheite sich durch informelle Gespräche mit Mitarbeitern von Unternehmen über den Firmen-Alltag und die Karriere Perspektive für Young Professionals zu erkundigen; und eine Chance, sich in der Teamarbeit zu entwickeln und neue Erfahrungen zu sammeln.

SoS Events:
Wie schätzt Du den Nutzen solcher Events ein hinsichtlich der Steigerung der Verbundenheit oder das Teamgefüge ein? Würdest Du sagen, dass das Wochenende Dir neue Erkenntnisse über den Umgang des Unternehmens mit Mitarbeitern gegeben hat?

Maya:

Ich persönlich finde es hat einen großen Nutzen, da ich mich durch dieses Event noch mehr mit Continental verbunden fühle. Wir haben großzügige Geschenke von Continental erhalten und in verschiedenen Event Aktivitäten konnten wir auch das Teamgefüge stärken, sodass unser Team sogar die Teamchallenge gewonnen hat. Ich konnte in der Zeit des Events auf jeden Fall neue positive Erkenntnisse über den Umgang des Unternehmens mit Mitarbeitern gewinnen. Dadurch dass ich ganz viele neue und total verschiedene Leute auf dem Event kennengelernt habe, sind mir auch interessante Seiten des Charakters der anderen Stipendiaten aufgefallen. Einiges werde ich auch für meine persönliche Entwicklung übernehmen können.

Erfahrungsbericht Enactus Mannheim

zwei Studentinnen mit blauen Bayer T-Shirts

„Wer friert uns diesen Moment ein
besser kann es nicht sein
denkt an die Tage, die hinter uns liegen
wie lang wir Freude und Tränen schon teilen“

sang Andreas Bourani letzten Sommer in „Auf Uns“ die Nationalmannschaft zum Titel. Als vor zwei Wochen beim Enactus Landeswettbewerb unser Team der Universität Mannheim zum Sieger gekürt wurde, hatte ich genau diese Zeilen im Kopf als wir aufsprangen, uns unter Tränen in die Arme fielen und die Bühne stürmten.

Bei Enactus verbessern Studierende die Welt im Kleinen mit unternehmerischen Projekten. Wir von Enactus Mannheim haben im vergangenen Jahr unter anderem Gefangenen durch Fahrradrecycling eine zweite Chance geschenkt, die medizinische Versorgung für Togolesen nachhaltig verbessert und einen innovativen Weg gefunden, kostengünstig giftiges Arsen aus der Wasserversorgung in Nordargentinien zu filtern. Dafür wurden wir von einer Juri aus Unternehmensvertretern zum Besten der 39 deutschen Teams gekürt und dürfen nun unsere Projekte im Oktober beim „Enactus World Cup“ in Johannesburg zusammen mit Teams aus den 36 Ländern vor internationalen Entscheidern präsentieren.

Bis dahin ist noch viel zu tun in den Projekten und auf dem Weg, eine perfekte Präsentation zu erstellen. Um uns auf diese intensiven vier Monate vorzubereiten, hatte Bayer 30 Leute aus unserem Team zu Students on the Rocks eingeladen.

Vor dem Hintergrund einer atemberaubenden Bergkulisse durften wir ein buntes Programm an Workshops, Outdoor-Aktivitäten und Projektarbeit erleben. Um unsere Projekte voranzutreiben und erfolgreich abzuschließen brauchen wir Mut, Ehrgeiz und Teamgeist. Diese Eigenschaften mussten wir auch bei den zahlreichen Outdoor-Aktivitäten an den Tag legen. Es erforderte einiges an Überwindung und Willen, sich nur an einem dünnen Seil gesichert von einer Brücke in die Tiefe zu stürzen oder beim Canyoning von den Felsvorsprüngen zu springen. Da waren unendlicher Spaß und Adrenalinschübe garantiert! Bei Geschicklichkeitsspielen und der Teamchallenge ging es etwas ruhiger, aber nicht weniger engagiert zur Sache. Es kam darauf an, dass wir unter Einsatz von viel Kreativität und Ideen als Team zusammenarbeiten, uns gegenseitig unterstützen und vertrauen. Wir konnten beweisen, dass wir EIN Team sind und hoffen, dass der Teamspirit uns durch die nächsten Wochen und Monate bis zum World Cup trägt.

Falls wir uns jedoch einmal der Vorbereitungsstress zu überwältigen droht, haben wir in einem Stressmanagement-Workshop verschiedene Techniken und Mittel an die Hand bekommen, mit denen wir stressige Situationen erfolgreich meistern können. Wir haben sogar die Chance bekommen, einige Verfahren wie Progressive Muskelentspannung, Achtsamkeitstraining oder den Sokratischen Dialog direkt auszuprobieren. Das idyllische Kleinwalsertal bot natürlich eine hervorragende Kulisse, um einmal richtig abzuschalten und viel Energie für die bevorstehenden Aufgaben zu tanken.

Besonders hilfreich war außerdem, dass wir Zeit bekommen haben, um direkt an unserer World Cup Präsentation zu arbeiten. In entspannter Atmosphäre bei herrlichem Sonnenschein sprudelten die Ideen nur so aus uns heraus. So können wir einen großen Rucksack an Vorschlägen und Einfällen mit zurück nach Mannheim nehmen.

Das Wochenende war für uns nicht nur eine unglaublich schöne Erfahrung, sondern auch Anerkennung für unsere geleistete Arbeit. Mit viel Motivation, neuen Ideen und bleibenden Eindrücken können wir in die World Cup Vorbereitung starten.

Am Ende der drei ereignisreichen Tage im Kleinwalsertal stand noch einmal eine großartige Party mit allen Teilnehmern auf dem Programm. Als aus den Lautsprechern die ersten Akkorde von „Auf uns“ dröhnten, schauten wir uns alle an und bildeten einen Kreis auf der Tanzfläche. Wie die Fußballer vor dem großen Spiel legten wir einander die Arme um die Schultern und sagen laut mit:

„Ein Hoch auf das, was vor uns liegt,
Dass es das Beste für uns gibt
Ein Hoch auf das, was uns vereint
Auf diese Zeit! Auf diese Zeit!“

Sascha Rode von btS e.V. Ulm blickt zurück auf das Event

Gruppenfoto mit Telekom T-Shirt

Profil Sascha Rode

Alter: 26 Jahre
Status: Promotion Molekular Medizin im 3. Semester
Uni: Universität Ulm
Aktiv in der biotechnologischen Studenteninitiative  (btS e.V.)
Bisherige SoS Events: Students on Snow 2014 und Students on the Rocks 2015, jeweils als Stipendiat von Bayer

 

Mein Weg zu den SoS Events ging über die „biotechnologische Studenteninitiative“ (btS e.V.), bei der ich an der Universität Ulm aktiv bin. Das Team von SoS Events kam auf unsere Studentenorganisation zu und hat uns auf das Karriere-Event Students on Snow und auf die Möglichkeit, sich bei Bayer für ein Event-Stipendium zu bewerben, aufmerksam gemacht. Da Bayer bereits Sponsor der btS ist und thematisch sehr gut zu meinem Studien- und Forschungsschwerpunkt passt, habe ich die Initiative ergriffen und mich mit einem kurzen Motivationsschreiben samt Lebenslauf auf den Event-Startplatz beworben. Zu meiner positiven Überraschung hat es nur ein paar Tage gedauert, bis ich die Zusage für das Event erhielt und  meine Koffer für das Winter-Abenteuer packen konnte.

Der Kontakt zu den Bayer-Verantwortlichen bei Students on Snow verlief sehr locker und trug auch direkt Früchte. So habe ich den eher freundschaftlichen Kontakt nach dem Event genutzt und noch einmal meinen Lebenslauf zugeschickt. Das Ergebnis war, dass ich sehr kurzfristig ein längeres Telefoninterview mit einem Fachbereichsleiter bei Bayer führen konnte und viele Informationen zu Schwerpunkten und Tipps für den Werdegang als Patentanwalt mitgenommen habe.

Nach den positiven Erfahrungen bei Students on Snow habe ich mein Glück dann einfach auch für Students on the Rocks probiert – und wurde wieder ausgewählt. Die beiden Konzepte ähneln sich sehr im Setting: Man unternehmt etwas zusammen in freier Natur und baut automatisch Distanzen ab – sicherlich hilft dabei auch der Umstand, dass man in Sportkleidung unterwegs ist, statt in Hemd und Krawatte.

Mein persönliches Highlight des Wochenendes war die Erfahrung im Klettersteig. Ich fühle mich nicht gerade wohl in hohen Höhen, von daher war es eine besondere Grenzerfahrung für mich, zu der ich definitiv überwinden musste. Aber das ist auch eine Erkenntnis, die man bei so einem Event-Konzept macht: Auch die Unternehmensvertreter sind nur Menschen, die auch einmal zögern oder denen die Puste beim Mountainbiken ausgeht. Ich finde, dass diese gemeinsamen Grenzen die Teilnehmer verbinden und die Stimmung so freundschaftlich machen.

Bei den Aktivitäten kommt man auch ins Gespräch mit den Unternehmensvertretern. Dabei geht es aber in erster Linie nicht um Karrierethemen, sondern eher private Themen. Es gibt viele Gelegenheiten, in denen man sich in intensiven 1:1 Situationen befindet, wo es dann auch konkret um Karriereeinstiege und –chancen geht. Ich habe diese Situationen nicht nur mit Bayer als einladendes Unternehmen erlebt, sondern ebenfalls mit den drei anderen Ausstellern. Die Gespräche sind ganz beiläufig entstanden und haben mich zum Teil sehr verblüfft:

  • Bei Deloitte konnte man sich einmal über spezielle Angebote für Naturwissenschaftler unterhalten, die als Exoten in der Unternehmensberatung doch überraschend gesucht werden
  • Die Deutsche Telekom hat mir viele hilfreiche Tipps und Hinweise gegeben, worauf Personaler bei Bewerbungen achten und wie man sich im Lebenslauf und Xing präsentieren sollte
  • Bei Continental hat mich verblüfft, dass es auch bei ihnen Einsatzmöglichkeiten für Molekularmediziner gibt. Bisher habe ich Conti eher als Hochburg für Fahrzeugtechnik wahrgenommen und nicht gewusst, dass die zum Beispiel auch einem Kautschukersatz aus Löwenzahn forschen.

 

Das ist auch die große Stärke der SoS Events: Hier kann man Fragen stellen, die sich einen aufdrängen und auf die man auf der Karrierewebseite keine Antworten finden kann. Denn schlussendlich möchte ich nach meiner Ausbildung die richtige Entscheidung für oder gegen ein Unternehmen als Arbeitgeber treffen. Da helfen einem markige Werbebotschaften und FAQs wenig weiter.

By |2018-10-05T14:43:48+02:0021 Juli 2015|
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