zurück zum Blog

Firstbird – Interview mit Gründer Arnim Wahls

Arnim
„Nutzen Sie die Kraft der Netzwerke“ – das ist das Motto von firstbird. Die Idee scheint alt, die Umsetzung dagegen ist neu. Der Recruiting-Prozess ist für Unternehmen oft anstrengend, langwierig und damit teuer. Warum also nicht den schnelleren, einfacheren und günstigeren Weg gehen – und zwar über Mitarbeiterempfehlungen. Das hat sich auch Arnim Wahls, Gründer und Geschäftsführer von firstbird, gedacht und ein Mitarbeiterempfehlungsprogramm ins Leben gerufen. Mit der Hilfe von firstbird sind Unternehmen in der Lage, ein modernes „Mitarbeiter-werben-Mitarbeiter“ Programm als Recruiting-Instrument zu installieren.

SoS Events: Auf dem Recruiting Markt tut sich ja gerade sehr viel. Ihr seid mit Firstbird und einer ganz speziellen Idee vor zwei Jahren mit der Entwicklung gestartet. Welche Idee steckt hinter firstbird?
Arnim: Bevor ich mich selbstständig gemacht habe, war ich bei einer Personalberatung tätig und habe im In-House-Recruiting bei einer Wirtschaftskanzlei gearbeitet. Hier habe ich die Erfahrung gemacht, dass wir durch einen langen Bewerbungsprozess gegangen sind, um neue Mitarbeiter zu finden. Im Nachhinein hat sich dann herausgestellt, dass der neue Kollege schon Leute bei uns kennt. An diesem Punkt habe ich mich gefragt, warum wir so einen Umweg gehen, wenn wir auch unsere eigenen Netzwerke und Kanäle nutzen könnten. Empfehlungen sind ein geniales Recruiting-Tool, das unausgeschöpftes Potential für Unternehmen bietet. Wir haben firstbird entwickelt, um endlich ein komplett ausgereiftes Empfehlungsprogramm auf den Markt zu bringen, was Unternehmen den Prozess, über Empfehlungen Mitarbeiter zu finden erleichtert.

SoS Events: Hört sich nach einem erfolgsversprechenden System an. Aber wie läuft der Prozess der Mitarbeiterempfehlung genau ab?
Arnim: Mit unserem Programm bieten wir Unternehmen die Möglichkeit, ihr eigenes Netzwerk von Talentscouts zu entwickeln. Dabei kann ein Talentscout, also ein „Empfehler“, jeder sein, der das Unternehmen kennt. Meistens sind es allerdings Mitarbeiter, die vom Unternehmen als Talentscouts eingeladen werden. Die „Empfehler“ werden mit Hilfe des Programms über neue Jobs im Unternehmen informiert und können per Mausklick ausgewählte Jobs an Kandidaten empfehlen oder Stellenanzeigen auf ihren sozialen Netzwerken posten. Im Hintergrund läuft zudem ein ausgefeiltes Anreiz- und Kommunikationssystem, um die Empfehler spielerisch zu einer höheren Empfehlungsaktivität zu motivieren. firstbird ist außerdem 100% mobilfähig, was die Verbreitung der Jobs so einfach wie möglich macht.

SoS Events: Der Prozess ist schlüssig und gut durchdacht. Stellt sich mir nur die Frage: Wie findet man wirklich gute Talentscouts und wie bekommt man sie dazu für das eigene Unternehmen aktiv zu werden und die eigenen Netzwerke zu mobilisieren?
Arnim: Talentscout kann potentiell erstmal jeder sein, der das Unternehmen kennt und dem es vertraut – das ist schon mal die gute Nachricht. Interessant sind beispielsweise Praktikanten: Sie haben das Unternehmen kennengelernt und gehen nach ihrem Praktikum dorthin zurück, wo die Unternehmen mit ihrem aufwändigen Hochschulmarketing hinmöchten: In das spannende Netzwerk junger Leute, die alle in absehbarer Zeit auf Jobsuche sind. Hat man an dieser Schnittstelle als Unternehmen einen Empfehler, ist das optimal. Für die Talentscouts selber ist die Motivation sehr wichtig. Wir empfehlen für die Talentscouts bei erfolgreicher Empfehlung Prämien, in Form von beispielsweise Gutscheinen, Reisen oder einem kleinen Dankeschön, auszuschreiben Andererseits haben wir verschiedene Informationstools in firstbird integriert. Beispielsweise die Status-Information Funktion. Hier kann jeder Empfehler den Status seiner Kandidaten nachschauen, wird so bei Laune und immer auf dem neuesten Stand gehalten.

firstbird

firstbird

SoS Events: firstbird scheint für mich das optimale Mitarbeiterwerbungs-Produkt zu sein. Wie funktioniert es denn in der freien Wirtschaft? Schließlich tun sich viele Unternehmen mit Neuerungen und innovativen Ideen oft schwer.
Arnim: Die HR-Welt tut sich erstaunlicherweise immer noch recht schwer mit Innovationen. Glücklicherweise gibt es aber eine Vielzahl an Unternehmen die bereit sind im Recruiting neue Wege zu gehen, um sich somit einen Wettbewerbsvorteil auf dem Arbeitsmarkt zu verschaffen. Zudem sind viele Unternehmen aufgrund der Änderungen auf dem Arbeitsmarkt schlichtweg dazu gezwungen ihre Recruitingstrategie zu überarbeiten.

SoS Events: So muss es sein – ein überzeugter Gründer ist die halbe Miete. Wo siehst du denn die Vorteile in eurem Ansatz?
Arnim: Arbeitet man im Recruiting mit Empfehlungen ist man besser, schneller, günstiger und nachhaltiger. Man findet durch Empfehlung einfach die passenderen Kandidaten, die sowohl fachlich, wie auch kulturell zum Unternehmen passen. Frei nach dem Motto: „weniger ist mehr“ – findet Firstbird für Unternehmen zwar weniger, aber dafür qualitativ hochwertigere Kandidaten. Und auch die Statistik beweist, dass empfohlene Kandidaten nicht nur länger im Unternehmen bleiben, sondern auch schneller produktiv sind. Empfehlungen haben einen weiteren wichtigen Vorteil: Man kann auch passive Kandidaten erreichen – der Heilige Gral im Recruiting.

SoS Events: Den Heiligen Gral kann man also durch firstbird erreichen – was will man da noch mehr. Wie stellst du dir dann die Zukunft für firstbird vor?
Arnim: Wir möchten die Empfehlung zu DEM Recruiting-Kanal machen. Empfehlungen sind ökonomischer und effizienter und das soll durch firstbird für Unternehmen möglich werden. Wo die Reise hingeht, wird sich mit der Zeit zeigen. Aktuell arbeiten wir an der englischen Version, um auch international einsetzbar zu sein und die nächsten spannenden Features befinden bereits in der Entwicklung.

Fotos: fabshoot

By |2018-10-31T16:29:12+02:0013 November 2014|
zurück zum Blog