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One Enactus: Soziale Unternehmer von morgen treffen sich in Lüneburg

Unter dem Motto „Unternehmerisch die Welt im Kleinen verbessern“ arbeiten mehr als 1.600 Studenten im Enactus-Verbund an sozialen Projekten – und das allein in Deutschland. Die Teams an den 40 Hochschulstandorten arbeiten eng zusammen und investieren viel Zeit und Engagement in ihre Projekte.

Auf regelmäßigen, organisationsinternen Treffen wie der One Enactus Konferenz vernetzen sich über 200 aktive Enactus Studenten und fördern so den gegenseitigen persönlichen und fachlichen Austausch. Neben Workshops und Vorträgen stehen auch teambildende Maßnahmen auf dem Programm, denn nachhaltigen Erfolg gibt es nur im Team. Gastgeber der nächsten One Enactus Konferenz ist das Enactus Team der Leuphana Universität. Wir haben uns mit Natalie Bosch und Jan Krause, Mitglieder des Organisationskomitees und Teamleiter von Enactus Lüneburg, über die Ziele der Konferenz unterhalten.

SoS Events: Hallo Natalie und Jan, ihr seid die Teamleiter von Enactus Lüneburg und Teil des Organisationskomitees der One Enactus Konferenz an der Leuphana Universität. Wie seid ihr eigentlich zu Enactus gestoßen?

JAN: Zu Beginn meines Studiums war mir eines klar: Ich wollte neben meinem Studium unbedingt etwas machen, mit dem ich Menschen helfen kann. Und das am besten möglichst nah. Während des Studiums lernt man viel Theorie und eignet sich viel Wissen an, allerdings hat man nur selten die Möglichkeit, dieses sinnvoll umzusetzen. Enactus bot mir die Möglichkeit genau das zu tun. Wir arbeiten ständig an unseren Projekten, entwickeln unsere erworbenen Fähigkeiten und lernen stetig dazu. Ob das jetzt in der Teamleitung ist oder als Projektmitglied. Und wenn man sieht, dass die Arbeit bei den Menschen, mit denen wir kooperieren, ankommt, weiß man, dass sich der Aufwand auch wirklich gelohnt hat.

NATALIE: Bei mir war das ähnlich – mir hat die Verbindung zwischen Theorie auf dem Papier und der tatsächlichen Praxis gefehlt. Diesen Spagat habe ich bei Enactus gelernt. Außerdem war es mir wichtig, etwas aus altruistischem Antrieb zu tun. Alles, was wir bei Enactus machen, ob nun die Projektarbeit oder die Planung der One Enactus Konferenz, tun wir als Non-Profit-Organisation.

SoS Events: Ihr setzt als Team viele soziale und nachhaltige Projekte um. Woran arbeitet Ihr gerade? Und was sind die positiven Erfahrungen, die man aus so einer Projektarbeit zieht?

NATALIE: Derzeit haben wir 8 Projekte, in denen 60 Team-Mitglieder arbeiten. Die Bereiche gehen von der technischen Konzeption einer logistischen Plattform für die Tafel Niedersachsen über die Zusammenarbeit mit einer Behindertenwerkstatt, die aus einseitig bedruckten Papier vom Campus Upcycling-Notizbücher herstellt, bis zur Jobbörse für Asylanten. Dabei ist jedes Projekt stets von unternehmerischen Charakter, um sicherzustellen, dass es sich auch selbst trägt. Man kann es eigentlich schon Social Business nennen.

JAN: Was die positiven Erfahrungen sind? Zum einen lernt man natürlich viel für sich selbst. Man lernt, in einem Team zu arbeiten, unternehmerisches Wissen anzuwenden und bekommt immer mehr ein Gefühl dafür, worauf es bei einer Projektarbeit ankommt. Und natürlich ist es einfach ein wunderbares Gefühl, wenn man merkt, dass man gemeinsam etwas auf die Beine gestellt hat und sich die eigene Arbeit wirklich auszahlt! Ich denke, das ist das Wertvollste an der Arbeit.

SoS Events: Quasi nebenbei organisiert Ihr auch die diesjährige One Enactus Konferenz in Lüneburg. Was genau passiert bei der Konferenz und was ist dabei die Aufgabe des Organisationskomitees?

JAN: Bei der One Enactus Konferenz kommen über 200 Enactus-Studenten aus ganz Deutschland zusammen. Neben dem Austausch der Projekte geht es auch darum, sich individuell weiter zu entwickeln. Dies soll in 24 Workshops, die von unserem Team organisiert werden, geschehen. Dabei unterstützen uns Dozenten der Leuphana Universität, Enactus-Alumni und Vertreter der Wirtschaft. Mit unserem Motto „We is the better you“ haben wir uns zum Ziel gesetzt, die Vorzüge von Zusammenarbeit und Networking in den Mittelpunkt zu stellen.

NATALIE: Diese Themen sollen ebenfalls bei der am Freitag stattfindenden Podiumsdiskussion thematisiert werden. Was bedeutet es eigentlich, als Team zu arbeiten? Und wie sieht es aus mit den „kleinen“ – kommen die überhaupt gegen die „Großen“ an? Wir freuen uns schon auf spannende Beiträge zu diesem Thema. Auch dieser Meilenstein fällt in den Aufgabenbereich unseres Organisationskomitees. Es gilt, unterschiedliche Persönlichkeiten einzuladen, um die Vielseitigkeit der Diskussion zu gewährleisten. Nebenbei planen wir die Unterkunft und Verpflegung der Teilnehmer, eine Stadtrallye und stellen Kontakt zu Vertretern der Leuphana Universität, aber natürlich auch zu Unternehmen aus der freien Wirtschaft her, um sie von einer Beteiligung an unserem Event zu überzeugen.

SoS Events: Es gibt also eine Menge zu organisieren. Welche Rolle spielen da die regionalen Unternehmen?

JAN: Die regionalen Unternehmen spielen eine sehr wichtige Rolle bei unserem Event. Zum einen ist es uns wichtig, dass wir bei unserem Event nicht nur uns als Lüneburger Team, sondern auch die Leuphana Universität und die Region Lüneburg repräsentieren. Regionale Unternehmen dürfen dabei natürlich nicht fehlen. Den Unternehmen bietet sich die Möglichkeit, während des Events auf sich aufmerksam zu machen, sei es für sich als Marke oder um Kontakt zu zukünftigen Arbeitskräften zu knüpfen. Neben unserem Team werden die niedersächsischen Teams aus Hamburg, Hannover, Braunschweig und Göttingen ebenfalls am Event teilhaben.

NATALIE: Es ist eine klassische Win-Win-Situation. Wir versammeln Hunderte der motiviertesten und engagiertesten Studenten, also den geeignetsten Nachwuchskräften schlechthin, an einem Ort und bieten Unternehmen eine Plattform, um sich zu präsentieren.

SoS Events: Genauso wie das Orga-Team der letztjährigen One Enactus Konferenz in Freiberg arbeitet auch ihr mit SoS Events beim Teambuilding zusammen. Welchen Stellenwert haben teambildende Maßnahmen für die Zusammenarbeit der Gruppe bei der Konferenz?

JAN: Ein gutes Team ist der Grundstein für eine erfolgreiche Projektarbeit. Und das funktioniert nur, wenn auch alle aus dem Team zusammen halten und man sich auf den anderen verlassen kann.

NATALIE: Und das ist keine Selbstverständlichkeit. Man lernt, sich und der Arbeit der anderen zu vertrauen – und erst dann kann ein Team Bestleistungen erbringen. Teambuilding-Maßnahmen sind dabei unerlässlich und werden meiner Meinung nach leider zu oft unterschätzt. Deshalb freue ich mich umso mehr darauf, was SOS-Event aus dem Hut zaubern wird, um unserer Veranstaltung den letzten Schliff zu geben.

By |2018-11-05T10:46:03+02:0023 Februar 2015|
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